Mein Lebensweg

1963: Ein Heinzelzwerg weiß noch nichts von Frauen und Männern und ihren Rollen im Leben.
1963: Ein Heinzelzwerg weiß noch nichts von Frauen und Männern und ihren Rollen im Leben.

Vor noch nicht allzu langer Zeit hätte ich auf die Frage nach dem Beginn meines Crossdressings die Story von meinem neunten Lebensjahr erzählt, als ich ein paar Nylons an mich nahm.

 

Aber die Beschäftigung mit dem Gegenstand hielt einige Erinnerungen bereit, die ich zunächst nicht einordnen konnte.

 

Im Jahr vor meiner Einschulung haben meine Eltern mit mir einen Ostsee-Urlaub verbracht, der uns mit dem Zug auch durch Berlin führte. Da war ich fünf.

 

Auf einem Bahnsteig in Berlin sah ich bei einem Aufenthalt ein etwa gleichaltriges Mädchen in einem rosa Tüllkleidchen. An die Kleine habe ich kaum noch Erinnerungen, ich weiß nur noch, dass sie sehr verlegen schien wegen der allgemeinen Aufmerksamkeit.

 

Alle Personen auf dem vollbesetzten Bahnsteig glotzten gefühlt die Kleine in ihrem rosa Tüllkleidchen an.

 

1967: Küchenhelferlein: In Omas Kittelschürze am Herd.
1967: Küchenhelferlein: In Omas Kittelschürze am Herd.

Ich fühlte mich in dieses Mädchen hinein. Ich wäre ob der allgemeinen Aufmerksamkeit genauso verlegen gewesen. Aber ich hätte doch sooo gern dieses Kleidchen getragen, mit allen daraus resultierenden unangenehmen Konsequenzen.

 

Mir war aber schon mit meinen fünf Jahren klar, dass ich diese Wünsche nie, niemals gegenüber meinen Eltern äußern durfte. 

 

Ein einziges Mal hatte ich meiner Mutter gesagt, dass ich eine Puppe schön finde und gehofft, dass ich die zu Weihnachten geschenkt bekomme. Meine Mutter lachte mich gnadenlos aus, zu Weihnachten gab es ein Holzauto.

 

Aber das Kleid habe ich über all die Jahre in Erinnerung behalten. Diesen Prinzessinnen-Traum in rosa Tüll- ich kann ihn seit 50 Jahren nicht vergessen, das Bild des Kleides kann ich heute noch aufrufen, als ob es erst gestern gewesen wäre.

 

Ob ich auch immer als weibliches Wesen wahrgenommen werde – das ist eine andere Frage. Oberflächlich schon, meistens.

 

Auf der Straße, in U- und  S-Bahn, Regionalzug oder beim Shopping.

 

Aber besonders oft enttarnen mich Frauen, denn sie schauen weniger, als Männer denken, auf Männer, sondern eher auf ihre Konkurrentinnen.

 

Du bist anders- Du gehörst nicht dazu.

 

Erst mit neun Jahren habe ich meine Träume, mich mal als Mädchen auszuprobieren, erstmals wahr gemacht.

 

An diesem Tag kam ich an meinem Schulweg an einer illegalen Müllkippe vorbei- Mitte der 60-er keine Seltenheit- und aus einem Haufen Altkleider flatterten ein paar Nylons. Ich kann mich heute noch daran erinnern, wie die Strümpfe im Wind flatterten. Ich kannte Nylons von meiner Mutter und meiner Oma, doch die hätte ich nie gewagt, anzurühren. Das Gefühl, selbst welche besitzen zu können, wirbelte meine Kindergefühle durcheinander. 

 

Still ging ich mit meinen Schulkameraden nach Hause, um danach im Schutz der Dämmerung mit einem Bauch voller widerstreitender Gefühle an den Ort zurückzukehren und die Strümpfe an mich zu nehmen.

 

Was mich da alles beschäftigte: Scham, Faszination, der Reiz des Verbotenen, Angst vorm Entdecktwerden... meine Gefühle schnürten mir die Kehle zu.

 

Schon das Anfassen dieser eigenartigen weiblichen Kleidungsstücke, die Weichheit, der seidige Reiz, all das sprach meine Sinne und mein Empfinden an. Ich stopfte meine "Schätze" in die Taschen meiner kurzen Hose und entfernte mich ungesehen nach Hause, wo ich die Strümpfe versteckte.

 

Natürlich waren das Strapsstrümpfe- wie damals üblich- und die paßten natürlich nicht auf meinen dürren Jungsbeinen, sie hielten nicht und dennoch genoß ich das seidig-glatte, bezaubernde Tragegefühl. Ich bedauerte, daß ich keinen Strumpfhalter hatte und genoß es dennoch, mir diese wunderbar seidigen Nylons- teilweise mit Laufmaschen und Löchern- über meine dürren Jungsbeine zu ziehen.

 

Doch wie das so ist: meine neue Leidenschaft blieb nicht unentdeckt. Die Strümpfe unter meinem Bett zu verstecken, war offensichtlich keine so gute Idee, meine Mutter entdeckte sie und meine Eltern stellten mich zur Rede.

 

Als sie mich ins Gebet nahmen und erfuhren, daß ich die Strümpfe nicht von einer Leine geklaut hatte, waren sie halbwegs erleichtert. Die Strümpfe wurden in den Müll geworfen und ich war nach dieser einschneidenden Erfahrung- dem Schock der Entdeckung und dem folgenden hochnotpeinlichen Geständnis-  erstmal auf Jahre "kuriert".

 

Du bist abartig.

 

Das hielt etwa 6-7 Jahre an, bis ich meine erste richtige Freundin hatte. Seltsamerweise gab mir erst wieder das Zusammensein mit ihr den Impuls, mich wieder mit der weiblichen Seite meines Selbst zu beschäftigen. Bis dahin hatte ich eigentlich lediglich funktioniert: als Junge und als Sohn. Kein wirklich erfülltes Leben für mich.

 

Ich habe alles an Aufklärungsliteratur verschlungen, was damals für mich erreichbar war, beispielsweise "Mann und Frau intim" von Siegfried Schnabl oder "Denkst du schon an Liebe?" von Heinrich Brückner aus dem Kinderbuchverlag, aber in den knappen Schilderungen zu Transvestiten fand ich mich einfach nicht wieder.

 

Bei meiner Freundin war das anders: ich genoß ihre Weiblichkeit und ihre Natürlichkeit. Ich hab ihr auch einige Dessous geklaut und leiste hiermit Abbitte: Liebe B., kannst du mir verzeihen? Ich hoffe, dass diese Geschichten mittlerweile verjährt sind.

 

Du bist pervers.

 

Dann kam für mich eine ganz harte Zeit: Grundwehrdienst. 18 Monate knastähnliche oder noch härtere Bedingungen. Du bist nichts. Nicht einmal Mann, schon gar nicht Frau.

 

Danach: Arbeitssuche, erste Bude, Alleinsein.

 

Und plötzlich der Gedanke: Mensch, du bist ja jetzt frei, keine Eltern weit und breit, keiner, der dich kontrolliert, was hindert dich...

 

Also habe ich mir aus Second-hand-Shops (hieß damals in der DeDeEr "Zweite Hand") wieder ein paar Kleider, Schuhe und ein wenig Wäsche und Strümpfe angeschafft.

 

Nichts paßte zueinander, ich sah vor dem Spiegel aus wie ein Papagei. Ich kann mich heute noch an das knallgelbe Kleid erinnern, das ich damals hatte. 

 

Die Käufe von Frauensachen erfolgten immer entweder nach Größenschildchen oder auf Verdacht. Vieles paßte nicht, habe ich nie umgetauscht, war einfach zu feige.

 

Ich dachte damals: du wirst niemals als Frau rausgehen. Du siehst so Scheiße aus, so scheißmännlich, so unfraulich, das wird nie was.

 

Also habe ich mich damals als Wohnzimmer-Fetischist verortet: Frauenkleidung ja, aber bitte nur zu Hause, solange dich niemand sieht.

 

Und wieder änderte sich mein Leben: ich lernte meine Frau kennen, wir heirateten und ich warf den "Frauenkram" wieder in die Mülltonne.

 

Weil: das brauchst du ja jetzt nicht mehr.

 

Wir wurden Eltern zweier Kinder, ich hatte zu arbeiten und Geld für die Familie zu verdienen, da gab es kein Crossdressing.

 

Keine Freiräume, keine Freizeit, keine Luft, um nachzudenken über eigene Befindlichkeiten. Als unser Sohn als Erstgeborener mit 4 Jahren gerade so aus dem Gröbsten heraus war, wurde unsere Tochter geboren. Wieder alles von vorn: einen kleinen Menschen nächtens trocken machen, Fläschchen geben, in den Armen in den Schlaf wiegen. 

 

Das habe ich alles gemacht und dabei eigentlich nichts vermißt. Allerdings wußte ich damals auch noch nicht wirklich, auf was ich da alles verzichte. Ich hatte bis dahin nie die Gelegenheit, mein Crossdressing wirklich auszuprobieren oder auszuleben. Geträumt habe ich allenfalls davon. Als fernen Wunschtraum, den ich mir nie würde erfüllen können.

 

Doch das Bedürfnis war unterschwellig immer vorhanden. Und so habe ich mich nach 7 Jahren Ehe vor meiner Ehefrau geoutet. Die Reaktion war völliges Unverständnis und Desinteresse. Letztendlich ist unsere Ehe 3 Jahre später gescheitert, mein Crossdressing hat dabei eine Rolle gespielt, wenn sicher auch nicht die alleinige.

 

Was will so eine Tucke wie Du auch vom Leben: verschwinde!

 

Am Ende meiner Ehe stand ich vor der Familienrichterin und meine Frau brachte unter dem Beistand ihrer Anwältin meine Neigungen zur Sprache, um mich im Zusammenhang mit dem Sorgerechtsstreit als Vater zu diskreditieren.

 

Doch die Familienrichterin meinte, dass das Kindeswohl im Vordergrund stehe. Solange ich mich nicht "...so vor den Kindern zeigen würde, sei das unerheblich."

 

An diese Auflage habe ich mich auch gehalten und mich erst mit der Volljährigkeit meiner Jüngsten 2007 vor den Kindern geoutet.

 

Erst danach konnte ich meine feminine Rolle auch öffentlich ausleben.


Für den Prozeß meiner Selbstfindung und Selbsterkenntnis habe ich rund 28 Jahre benötigt. 


Erst das Internet eröffnete mir ab ca. 1993 die Möglichkeit, mich über meine Neigungen zu informieren und plötzlich erkannte ich beim (Mit-) Lesen in diversen Foren, dass ich nicht allein, nicht einzigartig und nicht pervers bin. 


In den Lebensschilderungen Anderer erkannte ich mich wieder, erkannte oftmals Parallelen in der persönlichen Entwicklung und es trat ein Aha-Effekt ein. 

 

Endlich frei!

 

Die Reaktion meines Sohnes bei meinem Coming out war entspannt: "Wenn's dir Spaß macht." Meine Tochter hingegen lachte mich aus.

 

"Was willst du mir denn jetzt erzählen, das weiß ich schon lange!"

 

Es stellte sich heraus, dass die Kleine es jedesmal registriert hatte, wenn ich die Nägel mal nicht richtig abgelackt hatte und im Nagelbett noch verräterische rote Nagellackspuren zu sehen waren. Oder wenn in der Wäsche ein BH in Riesengröße auftauchte (95C), obwohl Papa zu dieser Zeit gerade keine Freundin hatte usw.

 

Mädchen haben für so etwas feine Antennen und bekommen das mit.

 

Nie hätte ich bis dahin zu träumen gewagt, jemals in einem Frauen-Outfit unter die Leute zu gehen. Geträumt vielleicht schon,- aber das auch in die Tat umsetzen?

 

Lebe Dein Leben! Es wird kein anderer für Dich tun.

 

In den Jahren nach der Trennung von meiner Frau lebte der Wunsch auf, endlich mal mein Frausein ungebremst auszuleben. Und war ich am Anfang noch zaghaft und kaufte hin und wieder mal nur ein einzelnes weibliches Kleidungsstück oder Accessoire, schminkte mich heimlich abends oder machte die bei Crossdressern bekannten abendlichen Ausflüge auf einsamen Wald- und Feldwegen und in abgelegenen Gewerbegebieten, so fasste ich zunehmend mehr Mut und ging schon mal offensiver auf Verkäuferinnen zu.
 
Statt des früheren stillschweigenden Einverständnisses mit der Verkäuferin wenn die sagte: "da müssen sie aber mal ihre Frau vorbei schicken" (zur Anprobe) zwang ich mich nunmehr zu sagen: "Die Sachen sind für mich. Haben sie den Rock (das Kleid) auch in meiner Größe?" 
 
Ich hab mir immer kleine Ziele gesetzt: heute gehst du in den und den Laden und sagst ehrlich, was du willst, dass du es willst und alle Sachen für dich selbst und kein Geschenk für Frau oder Freundin sind. Mal sehen, wie die Leute reagieren. Mehr als blamieren kannst du dich nicht.
 
Die Reaktionen der Verkäuferinnen waren durchweg viel positiver, als erhofft.

Wie ich mich raus traute

Das erste Mal, wo ich mich in einem Laden traute, meine Frauenwünsche zu artikulieren, war in einem Berufsbekleidungsgeschäft in Eberswalde. Die Filiale von btu Ritzel in der Heegermühler Straße zeigte im Schaufenster ein Kellnerinnen-Outfit mit einem geraden schwarzen Rock und weißer Bluse und ich enterte das Geschäft.

"Ich möchte den Rock anprobieren." Kein Problem, die Besitzerin/ Filialleiterin reichte mir die Röcke zum Anprobieren in die Kabine. "Ich bestelle ihnen den Rock in Größe 50, sie können ihn anprobieren und wenn sie ihn wollen, nehmen sie ihn mit."

Gesagt, getan. Bei einer zweiten Anprobe habe ich den Rock in passender Größe gekauft, ich trage ihn heute noch.


Mein zweites Coming out bei einem Einkauf verlief anders:


In einer benachbarten Kleinstadt hatte ich eine kleine aber schicke Boutique aufgetan, die eigentlich das gesamte Spektrum meiner femininen Bekleidungs- und Ausstattungswünsche abdeckte:


Neben Damenoberbekleidung jeder Art hatte sie auch Wäsche, Strümpfe, Accessoires vom Modeschmuck über Sonnenbrillen bis zu Hüten und Armbanduhren, Damenschuhe, Handtaschen, Schirme usw., selbst ein paar Perücken standen zur Auswahl.


Nachdem ich da ein paar Mal als Kerl einkaufen war, was die Besitzerin wohl eher zähneknirschend zur Kenntnis nahm und hin und wieder einmal auch sehr kurz angebunden war (Vielleicht hielt sie mich ja für einen Perversen?), hatte ich einen erneuten Besuch geplant und mir in einer unauffälligen Tasche Perücke, Schminktäschchen und Silikonbrüste eingepackt.


Mein "darunter" war bereits seit Jahren damenmäßig ausgerichtet und so trug ich an dem Tag einen Body, zwar mit Bügeln, aber ungefütterten Cups, der unter dem Männeroberhemd gar nicht auffiel. 

Sie suchte mir gerne ein Damen-Komplettoutfit heraus, ich weiß nicht mehr, was es war, aber ich stand gerade in der Kabine, die Silis in die Körbchen eingelegt, die Perücke aufgesetzt und war gerade dabei, mich dezent zu schminken, als meine freche kleine Boutiquinistin mit einem weiteren Damenoutfit, das mir ihrer Meinung nach stehen könnte, den Vorhang ein wenig beiseite schob und mir das Outfit herein reichte.


Unsere Blicke trafen sich im Spiegel. Sie stutzte, dann zog so etwas wie Anerkennung über ihr Gesicht, und dann strahlte sie mich an.


Danach waren die Fronten zwischen uns geklärt und seitdem werde ich mit Umarmung und einem Drücken begrüßt.

 

Mein erstes Mal en femme in der Öffentlichkeit.

 

Ich erinnere mich noch an mein erstes Mal en femme tagsüber in der Öffentlichkeit. Es ist zwar schon viele Jahre her, aber ich kann mich gut an diesen Tag erinnern.

 

Ich fuhr mit dem Regio in die nächstgelegene Kreisstadt, meine feminine Existenz in einer kleinen Reisetasche dabei. Das "darunter" hatte ich bereits feminin gestaltet, das "darüber" befand sich in meiner Reisetasche.

 

In der Toilette eines nahe gelegenen Shopping-Centers zog ich mich um. Silikonbrüste in die ungefütterten Körbchen des BH eingelegt, Kleid übergezogen, ein wenig geschminkt, Perücke auf.

 

Mit klopfendem Herzen und (glaube ich) hochrotem Kopf verließ ich die Toilette und steuerte mit starr gerade aus gerichtetem Blick an den Passanten in dem Shopping-Center vorbei auf den Ausgang zu. Dabei nahm kaum jemand von mir Notiz, ein kurzer prüfender Blick im Vorbeigehen, das war schon alles.

 

Mein rasender Pulsschlag beruhigte sich langsam, Gesichtsröte und Schwitzen nahmen ab, je weiter ich unbehelligt durch die Passage lief. Und dann stand ich im Freien, kaltes regnerisches Novemberwetter, und ich machte mich im Schutz meines Regenschirmes auf zu meiner Lieblings-Boutique, in der ich schon seit längerer Zeit Damenkleidung und -accessoires kaufte.

 

Die Begrüßung in meiner Lieblingsboutique fiel herzlich aus (außer daß die Besitzerin mich diesmal in den Arm nahm und drückte), danach widmete mir die Besitzerin, es verirrten sich aufgrund des schlechten Herbstwetters an diesem Wochentag nur wenige andere Kundinnen in das Geschäft, fast ihre ganze Zeit.

 

Und so zog ich nach rund vier Stunden Beratung und Anprobieren mit sieben kompletten Outfits inklusive schönen Dessous, Strümpfen und Schuhen, einer neuen Perücke, einem Damenhut und ein wenig Modeschmuck in mehreren großen Tüten bepackt weiter.

 

Als ich in der daneben gelegenen NKD-Filiale aufschlug lächelte mich die Verkäuferin an, schielte auf meine zahlreichen Tüten und meinte schmunzelnd: "Das sieht aber interessant aus..."

 

Ich hab glaubich an diesem Tag 2 bis 3 Monatsgehälter ausgegeben. Aber scheiß drauf- der Tag war einfach klasse und mir ging es blendend.

 

So schön, letztendlich so entspannt, hätte ich mir meinen ersten Tag en femme (sonst bin ich immer nur verstohlen nachts in einsamen Wald- und Gewerbegebieten raus) niemals vorzustellen gewagt.